Blog

Ziele 2020

Mit dem neuen Jahr kommen auch die Vorsätze.
Egal in welcher Runde man zusammensitzt, die Frage ist immer ein Garant für nerviges Augenrollen, verständnisvolles Nicken oder dezentes Desinteresse.

Mir graut es jedes Jahr davor.
Nicht, weil ich mich nicht damit auseinandersetzen will, sondern weil mir die Vorsätze immer viel zu globalgalaktisch* sind.

Ich will weniger Stress im Job.
Ich will mir was Gutes gönnen.
Ich will gesünder Essen.
Ich will nachhaltiger Leben.
Ich will mehr mit der Familie machen.
Ich will Kühe.

Das ist ja alles schön und gut, doch wie langfristig sind diese Ziele, wenn sie so grob sind, wie Schleifpapier mit Körnung 10?
(ihr merkt, ich bin nebenbei auch Expertin fürs Handwerk).

Kennt ihr das? Dieses Gefühl von Silvester. Wenn dein Bauch Buggi tanzt und das Herz beschwipst im Takt mitwippt. Ich lasse mich davon gerne tragen.
Als „kleines Sensibelchen“, wie ich früher oft genannt wurde,
ein Leichtes. Du lässt ganz sentimental das letzte Jahr an dir vorbeiziehen.
Meine mutige Entscheidung hin zur dokumentarischen Fotografie, der Stolz in der Brust bei der Ausstellungseröffnung oder die Erinnerung an den Geschmack des Atlantik im Frankreichurlaub.
Und gehst in diesen Emotionen total drin auf. Ich brauche dieses Gefühlschaos. So werden die Dinge für mich klar.
Ganz nach dem Motto Christoph Große alias Fuchstraum: „wer an der Welt nicht leidet hat sie nicht verstanden.“

Deshalb gibt es für mich nichts Grobes, sondern nur Feines. Nicht Halbes sondern nur Ganzes.
Und aus diesem Grund kommen jetzt meine Ziele für 2020:

Ich möchte eine räumliche Distanz zu meiner Familie. Keine Angst, ich such mir jetzt nicht eine 1-Raum-Wohnung in Leipzig und feiere es, mal länger als 5 Minuten ungestört auf Toilette gehen zu können. Nein, ich verlasse mein Homeoffice und ziehe in eine Bürogemeinschaft.
Warum mir das so wichtig ist, habe ich in diesem
Blogbeitrag aufgeschrieben. Das Geile, dieses Ziel hab ich schon erreicht.
Ganz plötzlich tat sich Ende Dezember eine Chance auf und ich habe sie ergriffen. Check.

Ich möchte sichtbarer werden mit meiner Arbeit. Okay ich gebe zu, dass ist auch ziemlich grob, aber dahinter steckt eine krasse Feinjustierung. Ihr werdet in Blogbeiträgen mehr über mich, meine Arbeit und wie ich beides miteinander verbinde erfahren. Ich werde mit euch in die Welt der Dokufotografie eintauchen und euch Tipps zu Fotothemen geben. Ich freu mich tierisch drauf.

Ich möchte auf Suche gehen nach mir selbst. Erfahren woher ich komme. Warum ich bin wer ich bin. Und wohin mein Weg mich führen wird. Einen ersten kleinen Schritt bin ich schon gegangen. Ich habe erfahren wer meine Oma ist und damit beginnt meine Reise.

Ich möchte mehr Menschen kennenlernen und mit dem Zug durch Deutschland reisen. Ich habe im letzten Jahr festgestellt, wie inspirierend es ist, andere kreative Köpfe zu treffen und andere Orte kennenzulernen. Das möchte ich dieses Jahr intensivieren.

All diese Dinge sehe ich ganz klar vor mir. Das kommt nicht von ungefähr.
Ich spüre das 2020 ein energetisches Jahr ist. Voller Mut, Zuversicht und Intensität.
Ich bin offen für alles was kommt und lass mich treiben in diesem Gefühl, jedoch ohne meine
Ziele aus den Augen zu verlieren.

 

*globalgalaktisch: 2019 das am häufig genutzte Wort im Hause Hartung. Bedeutet so viel wie allgemein.

 

 

Zurück

schreibt mir

Im Umgang mit deinen persönlichen Daten werden selbstverständlich alle Vorgaben des Datenschutzes beachtet. Du hast diese gelesen und bist damit einverstanden.

Datenschutzerklärung*
Bitte rechnen Sie 8 plus 3.